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Ein Blick in die Zukunft von Open Source in der Anwendungsbereitstellung

Open Source ist aus der heutigen Entwicklerszene nicht mehr wegzudenken. Woran das liegt? Entwickler profitieren von der kombinierten Expertise vieler Kollegen und von der einfachen Vereinbarkeit von verschiedenen Systemen und Lösungen. Voraussetzung für eine breite Integration von Open Source-Lösungen ist die Bereitstellung von passenden Programmierschnittstellen in den Netzwerken.

Die Open Source-Szene wächst rasant und befindet sich im ständigen Wandel. Michael Scheffler, Area Vice President Sales Central Europe bei A10 Networks, stellt seine 10 Visionen für Open Source vor.

1. Open Source ist auch für ADC-Anbieter zunehmend ein Thema
Bei A10 Networks beschäftigen wir uns schon länger damit, wie wir eine bessere Integration der verschiedenen Open Source-Lösungen erreichen können, vor allem was die Telemetrie der ADC-Daten angeht.

2. Schwachstellen in Open Source-Projekten schneller aufdecken
Viele Unternehmen greifen bei der Entwicklung von Cloud-fähigen Lösungen auf Open Source-Technologien zurück. Dabei ist aber Vorsicht geboten. In letzter Zeit war immer häufiger von Schwachstellen auf Grund von Programmierfehlern die Rede. Durch die zunehmende Popularität von Open Source-Lösungen werden jedoch auch die Patches schneller bereitgestellt und die Sicherheitslücken geschlossen.

3. Aus Daten verwertbare Informationen machen
Durch weiterentwickelte Analysetools und den Einsatz von Technologien im Bereich maschinelles Lernen können wir die großen Datenmengen, die wir sammeln, nun auch in verwertbare Informationen umwandeln. Daten können gesammelt, aggregiert und korreliert werden. Der richtige Umgang mit den Daten wird zunehmend zum Wettbewerbsvorteil und zu einem wesentlichen Bestandteil der Business Intelligence.

4. Umstrukturierung der Architekturen mit Containern
Seit diesem Jahr rücken Container zunehmend in den Fokus, da viele Unternehmen nun vermehrt auf portable Anwendungen und Mikroservices setzen. Container sind nicht nur preisgünstiger und agiler, sie bieten auch eine verbesserte Skalierbarkeit und Stabilität der Anwendungen.

5. Das Potential von DevOps nutzen
Bislang war es für viele Unternehmen schwierig, DevOps-Tools und
-Prozesse einzusetzen, da zum einen die nötigen Fachkenntnisse nicht vorhanden und auch die Definition von DevOps nicht immer ganz eindeutig war. Meinen wir alle das gleiche, wenn wir von DevOps sprechen? Durch die zunehmende Professionalisierung können Entwickler und IT-Verantwortliche heute jedoch besser zusammenarbeiten.

6. Automatisierung schafft Zeit
Nicht zuletzt durch den Aufschwung von DevOps-Prozessen lassen sich Softwarebereitstellung und Anpassungen in der Infrastruktur immer besser automatisieren. Entwickler gewinnen so wertvolle Zeit, die sie zum Programmieren nutzen können und Softwarelösungen werden schneller bereitgestellt.

7. Service Provider nutzen OpenStack
Immer mehr Service Provider setzen in privaten und öffentlichen Cloud-Umgebungen auf OpenStack. Nicht zuletzt deshalb, weil sie so einfacher und kostengünstiger die Entwicklung einer individuellen Lösung in Auftrag geben können, statt eine proprietäre Lösung kaufen zu müssen, die sich nicht an die speziellen Bedürfnisse anpassen lässt. Zahlreiche Unternehmen setzen bereits OpenStack-Lösungen ein, um ihre IT-, Storage- und Netzwerkanwendungen zu verwalten. Durch die flexiblen Einsatzmöglichkeiten in heterogenen Infrastrukturen sind die Service Provider nicht von einer einzelnen Cloud-Lösung abhängig.

8. Public Cloud auf dem Vormarsch
Für die meisten Unternehmen ist Technologie nicht der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten. Sie setzen auf schlüsselfertige Lösungen und arbeiten zunehmend mit Public-Cloud-Anbietern zusammen.

9. Geeignete Programmierschnittstellen für Open Source sind unerlässlich
Für die schnelle Bereitstellung von Anwendungen ist die einfache Integration von Open Source-Lösungen notwendig. Anwender müssen daher geeignete Programmierschnittstellen zur Verfügung stellen. Open Source-Projekte werden weiterentwickelt zu RESTful APIs, die Back-End-Services und andere Funktionen bereitstellen.

10. Architekturen werden weiter standardisiert
Die Rahmenbestimmungen lassen die meisten Infrastrukturen ähnlich aussehen, was dazu führt, dass auch Cloud-Infrastrukturen sich ähneln, denn die zugrundeliegende Infrastruktur ist entweder Dienste-basiert oder unterliegt der Netzwerkarchitektur. Für Unternehmen bedeutet das, dass diese sich weniger Gedanken über die Infrastruktur an sich und mehr über die Leistungsmöglichkeiten der Dienste machen werden.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Datacenter-Insider.de veröffentlicht.

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